Modewelten für Männer: Von Savile Row bis Selvedge Denim
Wer Mode liebt, liebt die Geschichten dahinter: sechs Welten von der Sartoria Napoletana über Raw Denim bis Techwear – und wie du deine findest.

01
Bespoke & Tailoring: die Königsdisziplin
Massschneiderei ist das Handwerk hinter der Eleganz – und eine Weltanschauung. Die britische Savile Row steht für strukturierte Schultern und militärische Präzision, die Sartoria Napoletana für das Gegenteil: die weiche «Spalla Camicia», unkonstruiert und federleicht. Kenner lesen Stoffetiketten wie Weinkarten – Loro Piana, Dormeuil, Zegna oder Vitale Barberis Canonico, von Super-150s-Wolle bis zum sommerlichen Solaro. Und am Boden: rahmengenähte Schuhe (Goodyear Welted) von John Lobb, Crockett & Jones oder Gaziano & Girling, die Jahrzehnte halten.
02
Japanischer Denim: Charakter statt Waschung
Selvedge Denim entsteht auf alten Schützenwebstühlen, etwa in Kojima in der Präfektur Okayama – erkennbar an der sauberen Webkante im Umschlag. Wer Raw Denim trägt, kauft keinen fertigen Look, sondern ein Versprechen: Über Monate entstehen individuelle Fades, die die eigene Geschichte erzählen. Marken wie Momotaro, Iron Heart oder Pure Blue Japan gelten als Referenz, und Reparaturtechniken wie Sashiko oder Boro machen aus Abnutzung eine Zierde. Denim als Handwerk – das Gegenteil von Fast Fashion.
«Für die einen Saisonware, für Kenner ein Frühindikator: Was in Paris, Mailand, London und Tokio über den Laufsteg geht, prägt die Herrenmode der nächsten Jahre.»
— Mira Mirror Magazin
03
High Fashion & Runway: Mode als Kunstform
Für die einen Saisonware, für Kenner ein Frühindikator: Was in Paris, Mailand, London und Tokio über den Laufsteg geht, prägt die Herrenmode der nächsten Jahre. Spannend ist der Blick auf Kreativdirektoren, die Traditionshäuser neu erfinden – von Kim Jones über Jonathan Anderson bis Anthony Vaccarello. Und wer Silhouetten hinterfragt sehen will, landet bei der Avantgarde: Rick Owens, Maison Margiela, Yohji Yamamoto oder Dries Van Noten dekonstruieren Konventionen, lange bevor der Mainstream sie zitiert.
04
Vintage & Archival: die Jagd nach den Originalen
Der Markt für rare Sammlerstücke boomt: Archival Fashion heisst, legendäre Runway-Teile vergangener Dekaden zu sammeln – Helmut Lang aus den 90ern, Raf Simons Frühjahr/Sommer 2002. Daneben die zweite grosse Quelle: Military- und Workwear-Vintage, von der M-65-Feldjacke über die OG-107 bis zur französischen Bleu de Travail, deren Schnitte bis heute moderne Herrenmode inspirieren. Gesucht wird auf Grailed, Vestiaire Collective und in kuratierten Vintage-Boutiquen – Geduld ist Teil des Vergnügens.
05
High-End-Streetwear & Techwear: Strasse trifft Luxus
Die Verschmelzung von Street-Culture, Sportswear und Luxus hat die Herrengarderobe nachhaltig verändert. Sneaker-Kultur lebt von limitierten Editionen und Kollaborationen – von Bape über Off-White bis Travis Scott – und von Ikonen wie dem Air Jordan 1 oder New Balance Made in USA/UK. Am anderen Ende: Techwear, hochfunktionale Kleidung mit extremer Wetterfestigkeit und futuristischem Design, etwa von Acronym, Arc'teryx Veilance oder Stone Island Shadow Project. Beides eint: Kompromisslosigkeit in Material und Detail.
06
Slow Fashion & Textil-Innovation – und dein ehrlicher Check
Die Zukunft gehört Stoffen aus bio-basierten Materialien: recycelte Wolle, Pilzleder aus Myzel, Garne aus Ozean-Plastik. «Quiet Sustainability» heisst die leise Antwort auf den Wegwerftrend – Kleidung, die durch Haltbarkeit, reparierbare Konstruktion und zeitloses Design überzeugt. Welche Modewelt deine ist, zeigt dir am Ende der Spiegel: Mit der Mira-App prüfst du per Foto liebevoll ehrlich, ob der neapolitanische Schnitt, die Raw-Denim-Silhouette oder das Techwear-Layering an dir wirkt – und die Anprobe-Funktion zeigt dir neue Teile per KI, bevor du investierst. Gratis im App Store und bei Google Play.
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